TV-Interview mit Frank Henning in Hamburg
Mädchen  Selbstverteidigung Kurs
STOPP Ich wehre mich Kinder Selbstverteidigung

Selbstverteidigung & Selbstbehauptung

Junge Selbstbehauptung Kurs

Achtung! Jetzt Termin sichern!

Kinderselbstbehauptung für Mädchen und Jungen Termine sichern! Unser Kursprogramm ist sehr gefragt. Daher sind wir meist lange im Voraus ausgebucht. Möchten auch Sie einen Kurs, sollten Sie uns umgehend kontaktieren, damit die Wartezeit nicht zu lang wird. Bis zu den Sommerferien 2017 ist leider fast alles vergeben.
 

Warum trainieren Jungen und Mädchen zusammen?

Immer wieder werden wir gefragt, warum wir keine getrennten Jungen- und Mädchenkurse anbieten würden, ob denn reine Mädchenselbstverteidigung für Mädchen nicht ausreichen würde etc.

Von derlei Überlegungen halten wir absolut gar nichts und möchten es auch begründen.

Warum nicht nur Mädchen?Gemeinsam sind Mädchen und Jungen stark. Auch in der Selbstverteidigung!

In dem Kursprogramm “STOPP! Ich wehre mich!” geht es im Wesentlichen nicht um die Vorbeugung im Bereich sexueller Missbrauch. Ist dies der Schwerpunkt, muss natürlich geschlechtsspezifisch unterrichtet werden.

Hier geht es um Selbstbehauptung und Selbstverteidigung.

Es gab seit Ende der 60er bis vor wenigen Jahren in Deutschland Entwicklungen, die teilweise sehr extreme Ansichten begünstigten und sich immer weiter von der Realität entfernten. So gab es immer wieder Tendenzen, Jungen und Männer als gewaltbereite Täter pauschal zu stigmatisieren und Mädchen, sowie Frauen als deren massenhafte Opfer. Das dies offensichtlich bar jeglicher Realität ist, beweisen alljährlich die offiziellen Kriminalitätsstatistiken. Ja, es ist wahr, die Masse aller Gewalttäter ist männlich. Die Masse aller Gewaltopfer aber auch. Und gerade manche engagierte Frauenrechtlerin hat dies offensichtlich in Ihren Überlegungen ausgeblendet. Denn wie kann es sein, dass z.B. Gemeinden, Städte, Landkreise und Bundesländer auf Initiative einiger Frauen immer wieder Steuergelder in Projekte fließen lassen, die es zum Ziel haben, Mädchen vor männlicher Gewalt zu schützen, sich jedoch scheinbar nicht in gleichem Maße um die bewiesener Maßen größere Gruppe von Gewaltopfern kümmern? Es ist gut, Mädchen und Frauen vor Gewalt zu schützen. Aber der Kampf um Gleichberechtigung darf nicht dazu führen, dass man die Mehrheit der Gewaltopfer im Regen stehen lässt, weil es politisch vielleicht nicht so chique ist, sich um diese zu kümmern.

Man sollte bei seinen Überlegungen auch in anderer Hinsicht Realismus vor unreflektierten Feminismus stellen. Wie sollen Mädchen lernen, sich gegenüber männlicher Gewalt real zu wehren, wenn Sie niemals realistische Gelegenheit dazu bekamen? Wie sollen Mädchen zu der tatsächlichen inneren Einstellung gelangen, auch männlichen Angreifern durchaus Paroli bieten zu können, wenn sie nur und ausschließlich in reinen Mädchengruppen trainieren und somit um die Erfahrung beraubt wurden, sich gegen männliche Angreifer durchzusetzen? Jeder Pädagoge und jede Pädagogin wird bestätigen, dass nur wirklich praktiziertes Wissen langfristig abrufbar ist und auch verinnerlicht wird. Wer von sich behauptet, diese Einstellung durch seine eigenen Überredungskünste in ein Mädchen kolportieren zu können, bewegt sich wahrscheinlich eher im Bereich von Mythen.  Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Mädchen, die es im Kurs oder regelmäßigen Kampfsporttraining selbst erleben konnten, einen männlichen Angreifer abzuwehren, viel selbstsicherer und überlegener reagieren und diese Einstellung auch verinnerlichen.

Ihnen in Kursen zu suggerieren, sie könnten Techniken erlernen die schon allein deshalb effektiver sind, weil Sie den Männern nicht vermittelt werden, grenzt an Naivität und ist sicher wenig hilfreich.


Warum nicht nur Jungen?

Jungen sind in der Regel die aktiveren und ungehemmteren Charaktere, wenn es um die Anwendung von Selbstverteidigungstechniken geht. Gerade durch den Umgang mit Mädchen lernen sie auch Verständnis für diese aufzubringen und zu verstehen, was sie mit unsachgemäßer Gewaltanwendung anrichten können.

Jungs reagieren und agieren fast immer deutlich ruhiger und kooperativer, wenn Mädchen Bestandteil der Gruppe sind. Das Miteinander weicht der anfänglichen Unsicherheit im gegenseitigen Umgang auf beiden Seiten.

Fazit:

Koedukative Übungseinheiten bringen beiden Seiten, sowohl Mädchen, als auch Jungen deutliche Vorteile. Letztlich ist diese Form der Vermittlung ein Beitrag zu mehr Gewaltlosigkeit zwischen den Geschlechtern, wahrer Gleichberechtigung und gegenseitigem Verständnis. Das jeweils andere Geschlecht als das überlegenere, unterlegenere dominantere oder devotere Geschlecht darzustellen, ist mit Sicherheit wenig hilfreich und dient letztlich nur dazu, die Gleichberechtigung nicht zu erreichen.

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